Betriebsbesichtigung und Tagesausflug in die Probstei    Â
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Am 8. Mai war es soweit und wir konnten unsere geplante Sommertour in die Probstei starten. Mit 36 Anmeldungen freuten wir uns auf den Ausflug.
Mit dem Bus ging es los um 8:00 Uhr in Risum Lindholm und an der BAB Abfahrt Schleswig/Schuby konnten auch wir dazu einsteigen. 6 Clubmitglieder reisten direkt an. Der Wetterbericht hatte schlecht angesagt und auf der Hinfahrt regnete es bis Kiel, doch dann klarte es auf und die Sonne kam durch. Von Kiel aus, in Richtung Schönberg war noch eine halbe Stunde zu fahren. Die Rapsblüte war in vollem Gange und die tiefgrünen Weizenschläge beeindruckten, obwohl es auch hier 4 Wochen kaum Niederschlag gegeben hatte. Um 10:30Uhr erreichten wir die Gutsanlage Schmoehl, wo wir erst eine kleine Pause machten, bis der Verwalter Phillip Mönkemeier eintraf und uns herzlich begrüßte. Er führte uns über das Anwesen, an den alten mächtigen reetgedeckten Gebäuden vorbei, die im guten Zustand waren, aber durch die geringe Bauhöhe im Inneren nur bedingt genutzt werden konnten. In der Maschinenhalle angekommen, ( leider war kein Schlüter mehr dabei ) erläuterte Herr Mönkemeier das die Güter Panker, Schmoehl und Neuhaus seit 1739 zur Hessischen Hausstiftung gehören und das dort heute knapp 2000 ha in klassischer Fruchtfolge, das heißt Raps , Weizen , Wintergerste , bewirtschaftet werden. Zu sehen war eine CAT Raupe mit 460 PS sowie mehrere große Fendt und John Deere Schlepper. Mönkemeier erklärte die Betriebsstruktur wobei das meiste pfluglos bestellt wird und die Geräte mit
GPS Technik ausgerüstet sind. Die Ernte wird mit 2 Claas Mähdreschern Lexion                      Â
600 mit 10.5m Schnittbreite eingefahren. Dünge- und Pflegemaßnahmen erfolgen auf 36 m Arbeitsbreite mit sensorgesteuerten Gestängen, die sich automatisch an das Gelände anpassen. Es wurde uns klar wie hoch die Auslastung der Maschinen ist, aber auch der Druck wenn mal was kaputt geht. Dann führte uns Mönkemeier an die Trocknung vorbei zu den großen vielen Getreidesilos und berichtete über Vermarktung und Logistik. Dann gingen wir auf einen 50ha großen Weizenschlag der direkt bis an die Ostssee ging. Ein wirklich schöner Anblick. Der kräftige Weizen und im Hintergrund das dunkle blau der Ostsee
mit einigen weißen kleinen Segeln der Segelboote und dazu der Himmel mit
hellen Wolken. Ich konnte mir vorstellen das es zu damaliger Zeit ein Hochgefühl gewesen sein muss, auf diesen fruchtbaren Feldern mit einem
Schlüter die Pflugfurche Richtung Ostsee zu ziehen. Der Verwalter ging noch auf die Weizensorten ein und berichtete über die jagdliche Nutzung, denn es gehören auch noch größere Forstflächen zum Gut dazu. Um 12:15 Uhr verabschiedeten wir uns mit einem Buchgeschenk von Philipp Mönkemeier und es ging im Bus weiter nach Krummbek, wo wir gemeinsam das Mittagessen eingeplant hatten. Ursprünglich wollten wir in Lüthjenburg „Alte Schmiede“ zu Mittag essen, aber dort ist heute kein Gastronomiebetrieb mehr.
 Nach dem sehr gutem Essen und freundlicher Bedienung in Krummbek fuhr der Bus mit uns noch mal zur Gutsanlage Panker, wo wir das Gutshaus, die riesigen gepflegten Grünanlagen und die vielen schön renovierten Häuser mit den verschiedensten Läden ( Schmuck, Keramik, Kunst usw.) angesehen haben. Nun ging es wieder zurück Richtung Kiel nach Freienfelde. Um 14:30 Uhr kamen wir bei Carsten Lilienthal und Frau Martina an. Hier wurden wir schon freudig erwartet und der Super Trac 2000 TVL stand stolz mit gekippter Kabine auf dem Platz. Als Carsten den 8 Zylinder startete, hörten alle dem weichen Klang mit der tiefen Fülle gebannt zu. So einen Klang gibt es nur bei Schlüter ! Der Super Trac 2000 TVL mit 200 PS und 9,852 Liter Hubraum Baujahr 86 hat auch nach 23 Jahren noch ein gewaltiges Erscheinungsbild und ist ein besonderer Schlüter.
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Nachdem wir uns dann satt gesehen und gehört hatten war Kaffeezeit. Unsere Frauen hatten Kuchen und Gebäck mitgebracht und wir konnten Tische und Bänke im Carport von Familie Lilienthal aufstellen. Hier konnten wir nun in aller Ruhe Kaffee trinken und den schönen Garten, sowie die anderen Oldtimer, einen Unimog, einen MAN Schlepper und weitere Geräte anschauen. Es ist erstaunlich, jeder alte Schlepper hat seine eigene Geschichte und das ist auch gut so. Carsten Konnte noch aus der aktiven Schlüterzeit berichten. Er hat beim Landmaschinenbetrieb Sturm in Schönberg gelernt. Wenn die Schlüter von Gut Panker (14 Stück) am selben Tag zum TÜV in Schönberg ankamen, war das eine kleine Sensation. Nach fast 2 Stunden Fachsimpeln verabschiedeten wir uns von Carsten und Martina und stiegen in den Bus Richtung Norden.   Â